Wie wird mein Garten zum Biogarten? Naturnaher Garten – die 16 besten Tipps!

Biogarten

Leider geht der Trend gerade in Richtung „seltsame Steinwüste“ statt Biogarten und ein naturnaher Garten, der nicht ganz geradlinig ist, stößt manchmal leider auf Unverständnis in der Nachbarschaft. Dabei werden die Lebensräume für Wildpflanzen immer weniger, das Insektensterben nimmt zu und oftmals soll ein Garten in erster Linie einfach zu pflegen sein.

Was ist ein Biogarten?

Ein Biogarten ist eine ästhetische Oase, die Tieren und Menschen einen gesunden Rückzugsort bietet. Frei von Pestiziden, Monokultur, Überdüngung und Geradlinigkeit. In einem naturnahen Garten gibt es ein Angebot an Futterquellen für Schmetterlinge, Bienen und Vögel, die Artenvielfalt und heimische Pflanzen stehen dabei im Vordergrund.

Ein ganz klarer Vorteil: Je größer die Artenvielfalt in deinem Biogarten ist, desto weniger Schädlinge sollten sich darin tummeln. Denn beispielsweise Marienkäfer fressen Blattläuse. Nacktschnecken werden durch Igel oder Kröten dezimiert und so weiter. Wäre das was für Dich?

Wie wird mein Garten zum Biogarten? Was sollte ich beachten?

Prinzipiell solltest Du auf heimische Arten achten und diesen den Vorzug geben.

Wildstrauch-Hecke / Sträucher

Weißdorn, Holunder, Sanddorn, Johannisbeeren, Wildrose (Hundsrose), Apfelrose, Schlehe, Sommerflieder, Berberitze, Brombeere, Gemeiner Schneeball, Kornelkirsche, Pfaffenhütchen, Hartriegel, …

Naturnahe Ecken

Trockenmauer, Teich, Totholz, Laubhaufen, Komposthaufen, Steine, Steinhaufen, Brennnesseln, wenig Unkraut jäten, Trockenbiotop, Feuchtbiotop, wilder Teich, …

Blumenwiese

Für die Neuanlage ist zwischen März und Mai die beste Zeit. Am besten eine Blumenmischung, Margariten, Mohn, Gänseblümchen, Klee, Flockenblume, kleine Pimpernelle, Feld-Thymian, Schafgarbe und viele mehr…

Tipps für einen Naturnahen Garten in aller Kürze:

  1. Hänge Vogelhäuschen auf, damit Vögel Nisthilfen haben.
  2. Mache eine Blumenwiese aus einem Teil des Rasens.
  3. Dein Rasenabschnitt eignet sich zum Mulchen von Sträuchern.
  4. Ernte nicht alles komplett ab, sondern lasse einige Früchte für die Vögel am Baum.
  5. Wie wäre es mit einer Regentonne für das Gießwasser?
  6. Nutze mechanische Gartengeräte.
  7. Reparieren und recyclen statt Neuanschaffungen
  8. Windlichter und nur kleine Lichtquellen sind tierfreundlich anstatt großflächiger Dauer-Beleuchtung.
  9. Nimm Dir die Natur als Vorbild und vermeide zu viel Geradlinigkeit
  10. Trockenmauern bieten vielen Tieren eine Heimat und sehen wunderbar aus.
  11. Sorge für eine bunte Mischung und Artenvielfalt.
  12. Wie wäre es mit einem Komposter? So hast du eigenen Naturdünger.
  13. Brauchst du zusätzlich Dünger? Dann greife zu Hornspänen oder Hornmehl.
  14. Nutze torffreie Erde. So schützt Du den gefährdeten Bestand von Mooren.
  15. Kletterpflanzen bieten Schutz und Nistgelegenheiten
  16. Achte auf insektenfreundliche Pflanzen

Naturnaher Garten

Naturnaher Garten: Welche Pflanzen sind insektenfreundlich?

Einige Beispiele. Frage im Fachhandel und orientiere Dich vor allem nach Deinen Vorlieben und dem Platzangebot vor Ort bei Dir im Garten.

  • Schneeglöckchen und Krokus als Frühblüher
  • Schlüsselblumen
  • Lavendel
  • Sommerflieder
  • Fingerhut
  • Lupinen
  • Blumenwiese
  • Klatschmohn
  • Rittersporn
  • Echinacea (Roter Sonnenhut)
  • Margariten
  • Astern
  • Storchschnabel

Das kannst Du für die Tiere in Deinem Garten tun:

Bienen: Artenvielfalt GROSS schreiben. Viele Blühpflanzen und Blumenwiesen

Igel: Überwinterungsmöglichkeiten wie ein Totholzhaufen, Laubhaufen oder Baumwurzeln

Vögel: Hecken, Nisthilfen anbieten, Trinkstelle

Insekten mögen gerne: Insektenhotel, Totholz oder Steinhaufen (auch für Eidechsen); auch umgedrehte Blumentöpfe bieten Ohrenzwickern und anderen Insekten Schutz.

Kröten: Ein Teich oder Tümpel

Fledermäuse mögen Fledermauskästen.

Biogarten Igel

Das solltest du in Deinem Biogarten unbedingt vermeiden

  • Nächtliche Dauer-Beleuchtung: Denn Insekten werden dadurch irritiert.
  • Monokultur:
  • Kirschlorbeer-Hecke oder Thuja
  • Kunst-Dünger, Gift, Pestizide
  • Torf
  • Exotische Pflanzen: Sie bieten meistens heimischen Tieren keine Nahrungsquelle.
  • Zu viel Ordnung 😉

Mehr Informationen findest Du beim BUND Naturschutz im Flyer BUND „Blühbotschafter“

Bei HABA gibt es eine PDF-Liste mit insektenfreundlichen Pflanzen für Garten und Balkon

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