Ist ein Gerstenkorn wirklich ansteckend?

Ist ein Gerstenkorn wirklich ansteckend

Meistens ist ein Gerstenkorn, auch Hordeolum genannt, eher harmlos. Es handelt sich aber um eine Entzündung, die man ernst nehmen sollte. Hier klären wir die Fragen: Ist ein Gerstenkorn wirklich ansteckend und sollte man damit zum Arzt gehen?

Ist ein Gerstenkorn wirklich ansteckend

Was ist ein Gerstenkorn?

Hat man ein Gerstenkorn, dann handelt es sich um eine akute bakterielle Entzündung am Lidrand. Das Augenlid ist geschwollen und gerötet und schmerzt häufig bei Berührung. Am Lidrand befinden sich verschiedene Drüsen wie Talgdrüsen oder auch Schweißdrüsen. Gelangen Keime oder Bakterien in die Drüsen, kann es zu einer Entzündung kommen.

Ist ein Gerstenkorn wirklich ansteckend?

Ein Gerstenkorn kann ansteckend sein, da es sich um eine bakterielle Infektion handeln kann. Berührst du mit dem Finger das Gerstenkorn, weil du beispielsweise daran reibst, kommen die Keime an die Hände und können von dort aus weitergetragen werden. Über Türklinken, Handtücher oder Händeschütteln ist eine Übertragung dann leicht möglich.

Achte daher bitte auf einwandfreie Hygiene und wechsle häufiger die Handtücher. Beziehungsweise berühre deine Augen in der Zeit nur mit jeweils einem frischen Handtuch, Waschlappen oder Kosmetiktuch, um Kontaktpunkte mit anderen zu vermeiden und eine Ansteckung unmöglich zu machen. Denn auch eine Ausweitung auf die Bindehaut oder das ganze Auge solltest du vermeiden. Sollte das Gerstenkorn bei einem Kind sein, achte auch hier besonders darauf, dass die Finger nicht in die Augen gelangen.

Wann sollte man mit einem Gerstenkorn zum Arzt gehen?

Meistens ist ein Gerstenkorn harmlos und klingt bald wieder ab. Breitet sich allerdings die Entzündung aus, solltest du einen Arzt aufsuchen. Ebenso, wenn du dich sehr krank und abgeschlagen fühlst, Kopfschmerzen oder Fieber auftreten oder sich die Lymphknoten am Hals dicker als gewöhnlich anfühlen. Auch wenn das Auge stark angeschwollen ist, solltest du einen Arzt aufsuchen.

ist ein Gerstenkorn wirklich ansteckend

Was kann man gegen ein Gerstenkorn machen?

Ein Arzt kann bei drohender Gefahr ein Antibiotikum verschreiben, um die Ausbreitung einzudämmen. Es gibt zudem Salben, die den Juckreiz lindern und entzündungshemmend sind.

Tritt allerdings häufiger ein Gerstenkorn auf, solltest du weitere Untersuchungen anregen, denn es könnte auch beispielsweise Diabetes oder eine andere Krankheit immer wieder der Auslöser sein.

Welche Hausmittel helfen gegen ein Gerstenkorn?

  • Als Hausmittel kann es helfen, das Auge vorsichtig mit kühlem Kamillentee auszuwaschen. Versuche das allerdings vorsichtig, da Kamillentee manchmal nicht so gut verträglich ist. Eine Salbe aus Calendula kann ebenfalls entzündungshemmend wirken, sollte allerdings für die Behandlung im Auge passend sein.
  • Wenn das Auge spannt und sehr juckt, kann auch Kühlung eine lindernde Wirkung haben. Einfach eine saubere Kompresse aus Baumwolle in kühles Wasser tauchen, auswringen und auf das betroffene Auge legen.
  • Auch eine Auflage mit Quark kann Linderung bringen. Verstreiche etwas Quark auf ein kleines Tuch und lege es für 15 Minuten auf die geschlossenen Augen. Quark zieht Entzündungen aus dem Körper.
  • Manchmal hilft auch Wärme durch ein Rotlicht. So können sich eventuell Poren öffnen und Eiter kann besser abfließen.

Wie lange dauert es, bis ein Gerstenkorn wieder weg ist?

Normalerweise verheilt ein Gerstenkorn unkompliziert innerhalb einiger Tage. Mit Rotlicht kannst du den Prozess etwas voranbringen, da die Wärme das Gerstenkorn schneller öffnen kann, so dass Eiter abfließen kann. Bitte aber die Finger und vor allem die Fingernägel vom Gerstenkorn lassen. Geduld ist hier angesagt.

Fazit:

Achte auf jeden Fall auf besondere Hygiene und drücke keinesfalls am Auge herum. Vermeide Kontakt mit dem Auge und lasse, wenn möglich, die Hände aus den Augen.

Für Kontaktlinsenträger: In dieser Zeit besser die Brille verwenden.

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11 Comments

  1. Hey,

    meine Oma hatte auch hin und wieder Probleme mit dem Gerstenkorn und der Arzt hat die Hände über den Kopf zusammengeschlagen als sie stolz erzählte, dass sie das Auge immer mit Kamillentee auswusch. Das kann das Ganze verschlimmern, weil Kamille tatsächlich zusätzlich reizen kann und im schlimmsten Fall Allergien auslösen kann. Er empfahl ihr mit Kochsalzlösung zu spülen und das half immer ganz gut.
    Aber es ist schon wie du geschrieben hast, Geduld war immer das A&O.

    Liebe Grüße
    Mo

    1. Hi
      zum Glück ist es bei Deiner Oma dann nicht schlimmer geworden.
      Beste Grüße
      Astrid

  2. Ich wusste nicht, dass ein Gerstenkorn jemals ansteckend sein kann. Wieder was dazugelernt. Ich glaube, ich hatte noch nie eins. Aber wenn, dann würde ich auf jeden Fall zuerst auf Hausmittel zurückgreifen, bevor ich Antibiotika schlucke. Deine Tipps dazu finde ich hilfreich. Danke dafür.
    LG renate von Trippics

    1. Hi
      ich bin eben auch dafür, erstmal mit Hausmitteln zu hantieren, bevor man zu Antibiotika greift.
      liebe Grüße
      Astrid

  3. Ich glaube, ich hatte noch nie Gerstenkorn, ich kann mich zumindest nicht daran erinnern! Aber eine frühere Freundin von mir hatte häufiger damit zu kämpfen. Dass man sich die Keime an Türklinken holen könnte, wusste ich noch nicht! Ohje da juckt es mir gleich am Auge 😉

    Liebe Grüße
    Jana

    1. Hi Jana
      gut, dass du das noch nie hattest! Liebe Grüße
      AStrid

  4. Liebe Astrid,
    ein für mich sehr informativer Beitrag. Ich hatte zwar bislang noch keine Schwierigkeiten mit Gerstenkörnern, wusste aber auch gar nicht, dass diese sogar ansteckend sein können. Ich dachte, die seien völlig harmlos. Git zu wissen, was zu tun ist, falls doch mal eines auftauchen sollte. Und, dass es auch notwendig sein kann, damit zum Arzt zu müssen.
    Herzliche Grüße
    Anja von STADT LAND WELTentdecker

    1. Hallo liebe Anja,
      danke Dir sehr!
      Beste Grüße
      Astrid

  5. Puh, was ein Glück, dass ich bisher verschont geblieben bin. So ein Gerstenkorn kann tierisch nervig sein, davon bin ich überzeugt. Gut zu wissen, was dann doch helfen kann und dass man nicht für alles sofort Antibiothika braucht.

    1. Hallo liebe Tanja,
      das ist gut, dass Du das noch nie hattest.
      Viele Grüße
      Astrid

  6. Uih. Ja, das kann leicht jedem Mal passieren. Danke für die Tipps!

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