Was tun bei starken Rückenschmerzen während der Schwangerschaft

Es zwickt und zwackt im Rücken und mitunter tut es sogar richtig heftig weh. Starke Rückenschmerzen während der Schwangerschaft sind weit verbreitet. Mehr als 50 % der schwangeren Frauen können ein Liedchen davon singen. Wie Übelkeit, Erbrechen oder Sodbrennen, gehören Rückenschmerzen zu den klassischen Beschwerden, die im Laufe einer Schwangerschaft auftreten. Dass sich Schmerzen in Lendenwirbelsäule und Beckenbereich oftmals schon zu Beginn einstellen, verwundert und verunsichert manche Frauen allerdings durchaus.

Folgender Artikel geht dem leidigen Problem von Rückenschmerzen während der Schwangerschaft auf den Grund. Wodurch werden sie ausgelöst? Welches Ausmaß ist noch tolerierbar? Und vor allem: Wie beugt man den lästigen Beschwerden im Rückenbereich vor?

Rückenschmerzen im ersten Trimester der Schwangerschaft: It’s all about hormones!

Kaum zeigt der Schwangerschaftstest zwei Striche, machen sich erste Beschwerden im Rücken bemerkbar. Auch im Beckenbereich zieht es unangenehm. Aber das kann doch nicht sein, oder? Immerhin misst der Fötus erst wenige Millimeter. Doch, es kann! Bereits ab der Befruchtung stellt sich der weibliche Körper voll und ganz auf den zukünftigen Erdenbürger ein. Und was hilft ihm dabei? Richtig: Hormone!



 

Die abrupte Veränderung des Hormonspiegels sorgt für typische Schwangerschaftssymptome, die man kennt: Übelkeit, Erbrechen, Schlafprobleme oder Müdigkeit. Dass auch schon Rückenbeschwerden merkbar werden, liegt am Hormon Relaxin. Bereits in der Frühschwangerschaft wird es in großen Mengen ausgeschüttet. Es dehnt Gelenke, Bänder und Sehnen, lockert und entspannt Muskeln. Schon jetzt bereitet sich der Körper gewissenhaft auf den wachsenden Fötus und die bevorstehende Geburt vor. Die werdende Mama nimmt das als leichtes Spannen und Ziehen im unteren Rücken- und Beckenbereich wahr.

Rückenbeschwerden im letzten Schwangerschafts-Trimester: Endspurt für Mama und Baby

Nach einem häufig recht entspannten zweiten Trimester der Schwangerschaft, treten Beschwerden im letzten Drittel wieder gehäuft auf. Auch Rückenschmerzen werden nun spürbarer, denn gerade in den letzten Schwangerschaftswochen legt der Fötus vermehrt an Größe und Gewicht zu. Der Bauch wächst in dieser Zeit häufig sprunghaft. Muskeln, Sehnen und Bänder leisten Schwerstarbeit.

Schmerzen im unteren Rückenbereich sind in diesem Stadium der Schwangerschaft demnach eher die Regel als die Ausnahme. Hinzu kommt, dass die ungewohnten körperlichen Ausmaße eine falsche Haltung begünstigen und so häufig auch Verspannungen im oberen Rücken sowie im Nackenbereich auftreten.

Ischias und Schwangerschaft: Eine schmerzhafte Kombination

Breiten sich brennende Schmerzen vom Lendenbereich über das Gesäß bis in die Beine aus, hat die werdende Mama vermutlich Bekanntschaft mit dem Ischiasnerv gemacht. Dieser sonst eher unauffällige Nervenstrang tritt im Laufe einer Schwangerschaft nicht selten schmerzhaft in Erscheinung. Grund ist in den meisten Fällen das zunehmende Gewicht des Fötus, das auf den Beckenbereich der Schwangeren drückt, und so den Ischias reizt. Auch eine zu wenig trainierte Gesäßmuskulatur kann derartige Beschwerden hervorrufen. Was hilft? Massagen, Bewegung sowie Dehnübungen. Werden die Schmerzen nicht besser, sollte sich die Schwangere nicht scheuen, den Arzt aufzusuchen. Denn er kann wirklich helfen und auch diese Rückenprobleme eindämmen, bevor sie zu einer schweren Krise für Mutter und Kind werden.

Erste Hilfe-Maßnahmen bei starken Rückenbeschwerden während der Schwangerschaft

Ganz verhindern kannst du die lästigen Rückenschmerzen in der Schwangerschaft nicht, doch mit Hilfe verschiedener Maßnahmen ist es möglich, präventiv zu agieren beziehungsweise bestehende Beschwerden zu lindern:

      • Massagen: fördern die Durchblutung und lockern gleichzeitig die Muskulatur
      • Wärme oder Kälte: Kirschkernkissen, Wärmeflasche oder Coolpack können Linderung verschafften
      • Sport und Bewegung: Vor allem Yoga, Walken oder Schwimmen eignen sich in der Schwangerschaft hervorragend, um den Rücken zu trainieren und zu entlasten; auch spezielle Rückenübungen sind sinnvoll
      • Flache Schuhe: Gerade in der Schwangerschaft sollte das Schuhwerk entsprechend gewählt werden, auf diese Weise wird der Rücken entlastet
      • Vorsicht beim Tragen und Heben: Schwere Gegenstände sollten von Schwangeren nicht getragen/gehoben werden
      • Haltung: eine aufrechte, bewusste Haltung kann Beschwerden lindern; Rückenschmerzen beim Schlafen kann durch eine stabile Schlafposition (Seitenlage, gestützt durch ein gutes Stillkissen) entgegengewirkt werden

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